Start ins Deutsche

Start ins Deutsche
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Start ins Deutsche – die Stiftung Junge Weltbürger ist Projektpartner der Goethe-Universität

Seit April 2016 kooperiert die Stiftung „Junge Weltbürger“ erfolgreich mit dem Projekt „Start ins Deutsche“ an der Goethe-Universität. Über 100 Studierende unterrichten ehrenamtlich an verschiedenen Standorten in Frankfurt Deutsch und bieten so neben der ersten Sprachorientierung auch einen Ort des Kennenlernens, interkulturellen Austauschs und des Willkommenheißens.

Sprache = Begegnung = Integration?!

Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam

„Wenn Worte meine Sprache werden“: Unter diesem Motto machen das Projekt „Start ins Deutsche“ der Goethe-Universität und die Stiftung Junge Weltbürger auf die Bedeutung von Sprachförderung und interkulturellem Austausch für die Integration aufmerksam.

Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam Fotograf: Lecher
Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam Fotograf: Lecher

Insgesamt 180 Personen sind der Einladung des Projekts „Start ins Deutsche“ und seiner Projektpartnerin, der Stiftung Junge Weltbürger, ins Historische Museum gefolgt, um über Spracherwerb und ehrenamtliches Engagement zu sprechen. Denn auch vier Jahre nach der so genannten „Flüchtlingskrise“ bleiben Angebote zur Sprachförderung unverzichtbar.
„Die Goethe-Universität trägt seit ihrer Gründung zur Lösung großer gesellschaftlicher, politischer und kultureller Herausforderungen bei“, sagt Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff bei der Eröffnung. Mit dem Projekt „Start ins Deutsche“ biete sie einen Ort der Begegnung und einen Zugang zum Spracherwerb. Hochqualifizierte Flüchtlinge und studieninteressierte Geflüchtete haben außerdem die Möglichkeit, mit dem Academic Welcome Program (AWP) eine akademische Heimat zu finden.

Wie aus der Fremdsprache eine eigene Sprache wird, verdeutlichten zwei Teilnehmerinnen des Projekts, die über ihre erste Zeit in Deutschland sprachen: „Ich habe hier viele Träume und Hoffnungen, denn ich möchte gerne Ingenieurin werden und das Land unterstützen, welches mir geholfen und mir die Freiheit gegeben hat“, so Randa Sammer Eedo aus dem Irak.

Wie aus der Fremdsprache eine eigene Sprache wird, verdeutlichten zwei Teilnehmerinnen des Projekts, die über ihre erste Zeit in Deutschland sprachen. Fotograf: Lecher
Wie aus der Fremdsprache eine eigene Sprache wird, verdeutlichten zwei Teilnehmerinnen des Projekts, die über ihre erste Zeit in Deutschland sprachen. Fotograf: Lecher

Das Projekt wird durch Spenden finanziert, und Verena von Tresckow-Bronke, die es seit 2016 mit ihrer Stiftung Junge Weltbürger als Kooperationspartnerin unterstützt, betont, dass Integration eine Querschnittsaufgabe sei. Sie fordert dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und für das Projekt zu spenden. (Bankverbindung: Stiftung Junge Weltbürger. IBAN DE47 5185 0079 0027 1242 08. BIC HELADEF1FRI.
Stichwort: Projekt SiD. Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung)

Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam. Verena von Tresckow-Bronke, Stiftung Junge Weltbürger Fotograf: Lecher
Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam. Verena von Tresckow-Bronke, Stiftung Junge Weltbürger Fotograf: Bronke

Prof. Dr. Petra Schulz, die an der Goethe-Universität zu Deutsch als Zweitsprache forscht und lehrt, hebt hervor, dass der Spracherwerb für Erwachsene eine „anspruchsvolle Aufgabe“ sei, für die „Zeit, Ressourcen, Engagement und nicht zuletzt Fachleute benötigt werden, die nicht nur wissen, was ‚richtiges Deutsch‘ ist, sondern auch, wie das System ‚Sprache‘ aufgebaut ist.“

Stadträtin Prof. Daniela Birkenfeld, Uni-Vizepräsident Prof. Roger Erb sowie am Projekt beteiligte Studierende diskutierten über die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements und über die aktuelle Situation in Frankfurt. „Das Projekt Start ins Deutsche trägt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Geflüchteten in Frankfurt bei und damit zu ihrer Integration. Denn viele Teilhabechancen eröffnen sich erst mit ausreichenden Deutschkenntnissen. Für die Betreiber unserer Übergangsunterkünfte sind die Projektverantwortlichen und die beteiligten Studierenden verlässliche und gern gesehene Partner“, sagt Frankfurts Sozialdezernentin Birkenfeld. Doch auch die Studierenden lernen selbst viel im Projekt. „Durch eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen (Mutter)-Sprache gewinnen sie einen ganz neuen Zugang dazu. Außerdem erwerben sie interkulturelle Kompetenz, berufliche, akademische und persönliche Schlüsselqualifikationen, die in hohem Maße berufsrelevant sind“, so Prof. Dr. Roger Erb, als Vizepräsident zuständig für Studium und Lehre.

Stadträtin Prof. Daniela Birkenfeld, Uni-Vizepräsident Prof. Roger Erb sowie am Projekt beteiligte Studierende diskutierten über die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements und über die aktuelle Situation in Frankfurt. Fotograf: Lecher
Stadträtin Prof. Daniela Birkenfeld, Uni-Vizepräsident Prof. Roger Erb sowie am Projekt beteiligte Studierende diskutierten über die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements und über die aktuelle Situation in Frankfurt. Fotograf: Lecher

Die hessische Wissenschaftsministerin, Angela Dorn: „Das Projekt ‚Start ins Deutsche‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, mit welch großem Engagement unsere Hochschulen Geflüchtete auf ihrem Weg zur Aufnahme oder Fortführung eines Hochschulstudiums begleiten. Für diesen großen ehrenamtlichen Einsatz für gelungene Integration danke ich allen Projektbeteiligten sehr herzlich. Sie unterstützen damit unsere Arbeit, mit der wir seit 2015 vorhandene Angebote für ausländische Studierende an den Hochschulen stärken.“

Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam. Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn Fotograf: Lecher
Goethe-Universitäts-Projekt „Start ins Deutsche“ und Stiftung Junge Weltbürger machen am 17.9.2019 im Historischen Museum Frankfurt auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam. Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn Fotograf: Lecher

Seit dem Projektstart 2016 haben mehr als 1000 Studierende an verschiedenen Standorten Deutsch unterrichtet. Auf ihr Engagement vorbereitet werden sie durch Dozentinnen und Dozenten der Goethe-Universität. Während des Semesters werden die Studierenden durch regelmäßige Supervisionsgruppen in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut e.V. (FPI) begleitet.

Schulung Unterrichtende an der Goethe-Uni
Schulung Unterrichtende an der Goethe-Uni

Bisher wurden 910 Studierende in sechs zweitägigen Intensivschulungen, die von Lehrenden der Goethe-Universität durchgeführt wurden, auf den Deutschunterricht vorbereitet. 1.940 Flüchtlinge wurden mit den Deutschkursen erreicht. Die Deutschkurse finden aktuell an 8 verschiedenen Standorten statt. Professionell begleitet werden die Studierenden seit der Pilotphase durch eine professionelle Supervision in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut e. V.

Start Deutsch
Start Deutsch

Ich würde gerne äußern, wie ich mich in diesem Programm fühle. Ich konnte letztes Jahr auf Deutsch nicht weder sprechen noch schreiben noch auch lesen, als ich nach Deutschland angekommen bin. Das ist mein drittes Semester in diesem Programm, und jetzt bin ich bei B1 Niveau. Deshalb möchte ich für alle in diesem Programm danken. Außerdem danke ich Ihnen sehr, dass Sie so eine wunderbare Umgebung für Deutsch an der Universität geschaffen haben.“ (Teilnehmer*in Intensivkurs 10/2018)

Start Deutsch
Start Deutsch

Integriert in die Intensivkurse ist der Kommunikationskurs „Begegnungen in Deutschland“, in dem über gesellschaftliche und politische Themen wie z.B. Religion, Familie, Politische Partizipation und Migration gesprochen wird. Insbesondere hier wird ein intensiver kultureller Austausch ermöglicht, so dass alle Beteiligten voneinander lernen können. „Über Gesellschaft zu lernen ist nicht nur sehr interessant, sondern hilft auch mit der Integration.“ (Teilnehmer*in Intensivkurs 07/2018)

Das Projekt wird durch die Kooperation mit der Stiftung Junge Weltbürger sowie durch weitere Projektpartner und Spenden ermöglicht.

Artikel in “Campus” der Uni Frankfurt vom Dezember 2018:


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