Die Vorbereitungen für die Anforderungen im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag beginnen früh.
Ein Mentoringprogramm kann auf dem Weg in die Selbständigkeit helfen. In diesem Sinne hat die Stiftung Junge Weltbürger mit dem Programm „Junge WeltbürgerInnen“ in 2021 begonnen und führt dies weiter.
Förderung der Schule am Ried in Frankfurt am Main
Das Mentoring-Programm 2024/2025 war wieder sehr erfolgreich. Die Mentees nutzten die Möglichkeit, Deutschstunden zu nehmen mit großem Elan.
Wir haben auch in diesem Turnus wieder etwas getan für das Verständnis der Kultur und der Lebensgewohnheiten in Frankfurt.
Ein Blick hinter die Kulissen der Alten Oper gehörte genauso dazu wie der Besuch bei den Gemüseheldinnen im Grüneburg Park, die etwas erläutern zu der Idee: „Jede(r) kann etwas beitragen zu einer lebenswerten Zukunft in Frankfurt …. und gemeinsam gärtnern macht dazu Spass …..
Statements aus dem Mentoring-Durchlauf 2024/2025 mit der Schule am Ried:
„Im Deutschkurs habe ich umfangreiche strukturelle Kenntnisse erworben, die mir helfen, einen guten Erörterung zu schreiben. Ich konnte lernen, wie man Inhalte klar, präzise und logisch aufbaut. Das Mentoring-Programm bot mir wertvolle Unterstützung durch konstruktives Feedback. Die Lehrkräfte und Mentoren waren stets freundlich, geduldig und professionell.“ (L.Q)
„Der Deutschkurs und das Mentoring-Programm haben mir gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man dranbleibt. Ich habe gemerkt, dass ich mich von Woche zu Woche verbessert habe und das hat mich total motiviert. Es war schön zu sehen, dass wir alle gemeinsam gewachsen sind und uns gegenseitig unterstützt haben. Jetzt traue ich mich, viel mehr auf Deutsch zu sprechen. Diese Erfahrung hat mir richtig Mut gemacht, weiterzumachen und nie aufzugeben.“ (R.B.)
„Die Stiftung hat mir sehr geholfen, die deutsche Kultur besser kennenzulernen durch die Ausflüge, die angeboten wurden. Der wöchentliche Deutsch-Nachhilfeunterricht hat meine Sprachkenntnisse verbessert und mir geholfen, Texte besser zu schreiben. Meine Mentorin hat mich bei Bewerbungen unterstützt und mir geholfen, ein Praktikum zu finden, das gut zu mir passt. Insgesamt hat mich die Stiftung sehr in meiner schulischen und persönlichen Entwicklung unterstützt und ich kann die Stiftung nur weiterempfehlen.“ (S.B.)
Förderung der 11. Klasse der Schule am Ried in Frankfurt am Main seit dem Schuljahr 2020/2021
Gemeinsam mit ausgewählten Schülerinnen der 11. Klasse der Schule am Ried in Frankfurt am Main, Bergen-Enkheim wurde das Programm gestartet. Die Schülerinnen haben in ihren Familien einen Migrationshintergrund, sind selbst teilweise aber schon in Deutschland geboren. Mit erfahrenen Mentorinnen konnten sie in Tandems Themenstellungen diskutieren, die sie in der Endphase ihrer schulischen Ausbildung und auf dem Weg in den Beruf beschäftigen, u.a. Praktika-Möglichkeiten, individuelle Überlegungen zur Berufswahl etc.
In gemeinsamen Veranstaltungen wurden Trainings zur besseren Selbstdarstellung, zur Erlangung von Souveränität und Selbständigkeit im Alltagsleben absolviert. Des Weiteren sind Informationsrunden zu den Schwerpunkten Finanzen und Bewerbung bzw. Umgang mit Arbeitsvertragsbedingungen vorgesehen.
Doch zur Selbständigkeit gehört auch die Integration und das mögliche Mitwirken in der sehr internationalen und interkulturellen Stadt Frankfurt am Main. Die interkulturelle Geschichte Frankfurts wurde durch einen Besuch in der Ausstellung „Auf den Spuren der Migration“ im Historischen Museum verdeutlicht. Weitere Aktivitäten zum besseren Verständnis der Vielschichtigkeit gesellschaftlichen Handelns sind geplant.
Auch Möglichkeiten des Zusammentreffens mit WeltbürgerInnen, die bereits jetzt im beruflichen und gesellschaftlichen Leben erfolgreich sind, sind in dem Projekt verankert. Diese Vorbilder regen zum Nacheifern an und motivieren die Jugendlichen.
Auch Ausflüge ins Frankfurter Leben gehören zum Programm. So hat die Gruppe des Schuljahres 2022/2023 eine Führung durch das Schauspielhaus geniessen können. Sehr spannend. Ein weiterer Ausflug führte die Mentees und Mentorinnen zu den Gemüseheldinnen. Bei der eigenen Erzeugung von Kräutersalz waren alle mit Freude und Engagement bei der Arbeit.



Mentoring ist eine inzwischen bewährte Hilfe auf dem Weg zum Erfolg, gerade für junge Menschen.
Hier möchte die Stiftung „Junge Weltbürger auch zukünftig ihren Beitrag leisten und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Die Globalisierung und die Vielschichtigkeit unserer Zeit erfordern vorbehaltloses Engagement. Dieser Herausforderung möchten wir uns gerne stellen.
Feedback der TeilnehmerInnen in Kurzform
Ich möchte über meine Erfahrungen mit dem Mentoringprogramm berichten. Ich hatte die Möglichkeit, einen Deutschkurs zu besuchen, um mein Deutsch zu korrigieren und zu verbessern. Ich habe ihn wöchentlich erhalten, um weitere Fortschritte zu machen. Ich kann auch sagen, dass wir mehrere Ausflüge gemacht haben, um unsere Allgemeinbildung zu verbessern, was ich sehr geschätzt habe. Ich hatte auch eine Mentorin, mit der ich mich oft traf und mit der ich über meine Pläne sprechen konnte, damit sie mir Ratschläge geben konnte.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich für diese Chance dankbar bin.
Bassma Zouine B.
Die Stiftung Junge Weltbürger war für mich eine tolle Gelegenheit, verschiedene Teile Frankfurts zu entdecken, neue Leute kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Treffen und Vorträge waren für mich sehr informativ und interessant, da ich jedes Mal etwas Neues gelernt habe. Zudem wurden auch zahlreiche Grammatikstunden angeboten, die sehr hilfreich, insbesondere bei meinen Klausuren, waren. Darüber hinaus bin ich meiner Mentorin sehr dankbar, da sie mir viel beigebracht und mir bei allen unklaren Fragen geholfen hat. Alles in allem hat mir dieser Zeitraum von einem Jahr sehr viel Spaß gemacht und ich bin mit den gesammelten Erfahrungen sehr zufrieden.
Lorena L.
„Die Möglichkeit der Teilnahme an dem Projekt der Stiftung junger Weltbürger war ein sehr bereicherndes Erlebnis, welches mir geholfen hat, mich persönlich, aber auch beruflich in Deutschland weiterzuentwickeln.“
Durch das Networking habe ich viele tolle Personen kennengelernt, wie meine Mentorin, und konnte einen Einblick in meinen Traumberuf, zum Beispiel durch Praktika, gewinnen. Jetzt, wo ich mein Abitur bestanden habe, konnte ich mich durch die Stiftung auf dem weiteren Weg orientieren und bin auch deswegen eine Azubi in einem der führenden Planbüros Deutschlands geworden.
Die Teilnahme an den Projekten würde ich jedem empfehlen, der die deutsche, und andere Kulturen in einer tollen Atmosphäre kennenlernen will.“
Katarzyna C.
