Mentoring für junge WeltbürgerInnen

Mentoring für junge WeltbürgerInnen

Die Vorbereitungen für die Anforderungen im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag beginnen früh.

Ein Mentoringprogramm kann auf dem Weg in die Selbständigkeit helfen. In diesem Sinne hat die Stiftung Junge Weltbürger mit dem Programm „Junge WeltbürgerInnen“ in 2021 begonnen. Die Corona-Auflagen waren allerdings eine Herausforderung, aber die ersten Schritte sind gegangen.

Gemeinsam mit ausgewählten Schülerinnen der 11. Klasse der Schule am Ried in Frankfurt am Main, Bergen-Enkheim wurde das Programm gestartet. Die Schülerinnen haben in ihren Familien einen Migrationshintergrund, sind selbst teilweise aber schon in Deutschland geboren. Mit erfahrenen Mentorinnen konnten sie in Tandems Themenstellungen diskutieren, die sie in der Endphase ihrer schulischen Ausbildung und auf dem Weg in den Beruf beschäftigen, u.a. Praktika-Möglichkeiten, individuelle Überlegungen zur Berufswahl etc.

In gemeinsamen Veranstaltungen wurden Trainings zur besseren Selbstdarstellung, zur Erlangung von Souveränität und Selbständigkeit im Alltagsleben absolviert. Des Weiteren sind Informationsrunden zu den Schwerpunkten Finanzen und Bewerbung bzw. Umgang mit Arbeitsvertragsbedingungen vorgesehen.

Doch zur Selbständigkeit gehört auch die Integration und das mögliche Mitwirken in der sehr internationalen und interkulturellen Stadt Frankfurt am Main. Die interkulturelle Geschichte Frankfurts wurde durch einen Besuch in der Ausstellung „Auf den Spuren der Migration“ im Historischen Museum verdeutlicht. Weitere Aktivitäten zum besseren Verständnis der Vielschichtigkeit gesellschaftlichen Handelns sind geplant.

Auch Möglichkeiten des Zusammentreffens mit WeltbürgerInnen, die bereits jetzt im beruflichen und gesellschaftlichen Leben erfolgreich sind, sind in dem Projekt verankert. Diese Vorbilder regen zum Nacheifern an und motivieren die Jugendlichen.

Mentoring ist eine inzwischen bewährte Hilfe auf dem Weg zum Erfolg, gerade für junge Menschen.

Hier möchte die Stiftung „Junge Weltbürger auch in 2021/2022 ihren Beitrag leisten und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Die Globalisierung und die Vielschichtigkeit unserer Zeit erfordern vorbehaltloses Engagement. Dieser Herausforderung möchten wir uns gerne stellen.

Feedback der Teilnehmerinnnen in Kurzform

„Die Stiftung Junge Weltbürger unterstützte mich etwa seit einem Jahr in unterschiedlichen Bereichen. Zum Beispiel wurde die Suche nach einem Praktikumsplatz erleichtert, weil ein erster Kontakt hergestellt werden konnte.
Das Einrichten eines Bankkontos und das selbstbewusste Auftreten vor Menschen wurde mir und meinen Freunden auch beigebracht. Auf Verena von Tresckow-Bronke konnte man sich immer verlassen, aber auch die individuelle Mentorin hat einen nie im Stich gelassen, was ich sehr bemerkenswert finde……“

Karina D.

„Dieses Projekt hat mir sehr geholfen und hilft mir immer noch. Ich habe beispielsweise eine Mentorin, die immer fragt, wie es mir geht. Außerdem verbringt man auch Zeit miteinander und kann offen über alles reden, wie z.B. seine Probleme und bekommt zusätzlich Tipps oder wie man was verbessern kann. Nach den ganzen Treffen habe ich gemerkt, dass ich dadurch und durch das Kennenlernen neuer Menschen offener zu Menschen geworden bin, die ich nicht kannte. Mit dem Projekt habe ich versucht, mich zu entwickeln, indem ich auch andere Kulturen kennengelernt habe und sie toleriere.“

Eylem S.

„Als ich in der Schule von dem Programm der „Stiftung Junge Weltbürger“ zum ersten Mal hörte, wusste ich nicht wirklich, was genau zu erwarten war. Schließlich hatte ich seitdem ich vor ca. fünf Jahren nach Deutschland gekommen war nie von solch einem Programm gehört, welches jungen Schülerinnen mit Migrationshintergrund Unterstützung bietet.
Am meisten hat mir unser Treffen in der Realität gefallen. Wir sind zusammen in ein Museum in der Stadt gegangen, um dort über die Geschichte (insbesondere die Migrationsgeschichte) von Frankfurt am Main zu lernen. Diese fand ich sehr interessant, denn bei der Führung lernte ich, wie es zu dieser heutigen multikulturellen Stadt gekommen ist.“

Julia Z.